Hauptpreis 1: Arbeitsgruppe PVplug der DGS

Für die Gründung der Arbeitsgruppe PVplug der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) vernetzten Marcus Vietzke, Daniel Bannasch und Thomas Seltmann im Jahre 2016 viele Befürworter*innen von Balkonmodulen. Mit dem Ziel, solche Stecker-Solar-Geräte einfach anwendbar zu machen, kämpfte sich die Gruppe genau in die Gremien vor, die über entsprechende Normen, konkret die Neuformulierung der DIN VDE 0100-551, entscheidet. Mit hartnäckiger Öffentlichkeitsarbeit machten sie auf die dortigen Hürden aufmerksam und erreichten schließlich eine Umformulierung der DIN Norm, die nun auch offiziell den Anschluss von „Mini-Modulen“ an Steckdosenstromkreise zulässt. PVplug setzte dabei auf fundierte Argumente wie beispielsweise mit einer eigens erstellten Sicherheitsstudie, die in den Normungsgremien zu einer Neubewertung des Gefährdungspotentials führte. Andererseits bindet die Gruppe auf kreative Weise die Energiewende-Bürger*innen aktiv in die sonst kaum sichtbaren Prozesse der Normungsgestaltung ein.

 

Gewinnerporträt zum Download (PDF)

Jurymeinung:

„Die Gruppe PVplug hat mit viel Engagement die trockene Thematik der DIN-Normung in die Öffentlichkeit gebracht und auf die politischen Implikationen hingewiesen, um somit längst überholte und nicht mehr zeitgemäße Bestimmungen zu hinterfragen und erfolgreich zu ändern. Dieses herausragende Engagement würdigt die Jury mit einem der beiden Hauptpreise in Höhe von 10.000 Euro.